Gemeinsam mit Partner:innen, Reha-Berater:innen, Kolleg:innen sowie Teilnehmenden feierte das SRH Berufliche Trainingszentrum jetzt fünfjähriges Jubiläum. Eingebunden in die Feier war ein Fachtag zum Thema "Digitale Resilienz in der vernetzten Welt". Referentin Andrea Horn, Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin, sprach über digitale Resilienz, Chancen der Digitalität für Menschen und soziale Arbeit, über positive Aspekte von KI-Tools zur Arbeitserleichterung und über Gesundheits-Apps zur Unterstützung von Klient:innen. Sie thematisierte Risiken wie Informationsflut, Social-Media-Vergleiche und Doomscrolling sowie gesundheitliche Folgen wie Schlafstörungen, Stress und Konzentrationsprobleme. Andrea Horn erklärte Begriffe wie Digital Detox und digitaler Burnout und zeigte Strategien für die Entwicklung digitaler Resilienz auf. "Diese Themen geben unserer Arbeit wichtige Impulse", sagt Standortleiter Richard Mai. "Wir bleiben dazu im fachlichen Austausch bleiben."
Arbeiten auf Augenhöhe
Der gegenseitige Austausch auf Augenhöhe mit seinem Team, den Teilnehmenden und den Kostenträgern ist Richard Mai überhaupt ein Herzensanliegen. "Wir sind trotz unseres Wachstums ein familiärer Standort geblieben. Darauf bin ich sehr stolz. Ich bin mir sicher, dass ein vertrauensvoller und ehrlicher Umgang miteinander viel dazu beigetragen hat, dass wir uns so erfolgreich entwickeln konnten."
Der Bedarf an den Angeboten des SRH Beruflichen Trainingszentrums Bautzen, das mit einer Kapazität von neun Teilnehmenden gegründet worden war, ist seit Beginn groß. Schon während der ersten drei Jahre überstieg er die Aufnahmekapazität bei Weiten.
Im Sommer 2023 wurden größere Räume im Gewerbepark Wilthener Straße 32 bezogen. "Mit dem Umzug verdreifachten wir unsere Fläche und konnten mit 26 Teilnehmenden fast dreimal so viele wie bisher aufnehmen", so Richard Mai.
Insbesondere Teilnehmende schätzten die Atmosphäre und die aufrichtigen Bemühungen, für jeden Einzelnen ein bestens abgestimmtes Training zu ermöglichen, so Richard Mai. Der Erfolg gibt dem Team Recht, die Abbruchquoten sind vergleichsweise gering. Seit Eröffnung nutzten 106 Menschen verschiedene Maßnahmeangebote. Insgesamt wurden 146 Maßnahmen durchgeführt, darunter 77 diagnostische und 69 teilweise anschließende Integrationsmaßnahmen. "35 Teilnehmende fanden unmittelbar anschließend eine Arbeit, die zu ihnen passt. Weitere wurden für eine erfolgreiche Integration befähigt und nahmen etwas später eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit auf. Damit erfüllen wir bisher unser Ziel, mindestens 50 Prozent der Integrationsmaßnahmen in eine Beschäftigung münden zu lassen", so Richard Mai. "Sämtliche Maßnahmen endeten in einer für die Teilnehmenden aussichtsreichen oder zumindest leidensgerechten Perspektive zur gesundheitsorientierten Zukunftsgestaltung."
Nochmalige Erweiterung ist geplant
Das Team hat noch viel vor. "Im nächsten Schritt wollen wir die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme weiter ausbauen", so Richard Mai. Erst im Sommer war diese Maßnahme mit derzeit drei Teilnehmenden gestartet worden. Für mehr Kapazität fehlt erneut der Platz. "Auf längere Sicht werden wir auch räumlich noch einmal wachsen."
